November 2019

Probleme nach dem Fenstertausch

Eigentlich sollte die Erneuerung der Fenster zu mehr Behaglichkeit führen und einem verbesserten Wohnkomfort. In der Praxis sieht die Sachlage in manchen Fällen leider anders aus. Tatsächlich tritt nach dem Austausch der Fenster häufig erhöhte Feuchtigkeit in Innenräumen auf, welche schließlich zu Schimmelbildung führen kann. Ist also die neue Dreifachverglasung und bessere Dämmung Schuld?

Auf den ersten Blick ja! Denn werden nur die Fenster ausgetauscht, bleibt die Wandoberfläche der Außenwände im Inneren weiterhin kühl. Die Feuchtigkeit entweicht aufgrund der besseren Isolierwerte nicht mehr in dem Maße und an den kalten Bereichen der Wände – meist in Fensterlaibungen oder Ecken - bildet sich Kondenswasser, welches in Folge zu Schimmelbildung führen kann.

In vielen Fällen ist der erhöhte Feuchtigkeitsgrad selbst verschuldet und auf falsches Lüften zurückzuführen. Feuchtigkeit erhöht sich in Innenräume durch viele Faktoren. Allein durch Atmen und Schwitzen geben wir täglich 1 bis 2 Liter Wasser an die Umgebung ab. Durch Kochen bindet die Luft ca. 2 weitere Liter Wasser täglich. Baden, Duschen, Blumen gießen und alltägliche Hausarbeiten punkten mit weiteren 3 Litern. In einem Monat sammelt sich bei einem 3-Personen-Haushalt in etwa eine Badewanne voll Wasser. Bei gut gedämmten Innenräumen wird dies bei mangelnder Lüftung zum Problem.

In seltenen Fällen liegt die erhöhte Feuchtigkeit an einem Baufehler, wobei kalte Luft an einer undichten Stelle eintritt. In diesen Fällen ist meist eine schlechte Planung oder Ausführung Schuld am Kondens. Eine gute Beratung ist deshalb von Beginn des Vorhabens an notwendig und schafft Abhilfe vor Probleme entstehen.