Jänner 2019

Wohlbefinden durch richtiges Lüften

Die Auswirkungen einer zu hohen oder zu niedrigen Luftfeuchte macht sich in unserem Wohlbefinden bemerkbar. Befindet sich der Anteil des Wasserdampfes in der Luft nicht im richtigen Rahmen, äußert sich dies häufig in Bauschäden und letztendlich in gesundheitlichen Problemen, wie Kopfschmerzen, Atemproblemen, häufige Erkältungen, Allergien und weitere Infektionen.

In Wohnräumen liegt die ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Liegt der Wert unter 40 Prozent fühlen wir uns zumeist unwohl: die Schleimhäute sind gereizt, die Augen tränen und die Haut wird trocken. Die trockene Luft schwächt die Immunabwehr und vermehrt das Risiko an Erkältungen. Liegt der Wert über 60 Prozent ist Schimmelbildung an Wänden, Ecken und kälteren Mauerstellen die Folge. Der Schimmel schädigt die Bausubstanz und ist äußerst gesundheitsschädlich, kann Asthma und Allergien auslösen. Zudem fördert eine höhere Luftfeuchtigkeit zum schnelleren Vermehren der Hausstaubmilbe, was Allergiker zu spüren bekommen.

Welche Möglichkeiten garantieren die ideale Luftfeuchtigkeit? In der Regel reicht gezieltes Lüften der Räume aus. Die Fenster sollten dreimal täglich – morgens, mittags, abends - 5 bis 10 Minuten vollständig geöffnet werden. Dieses Stoßlüften führt in kurzer Zeit viel Raumfeuchte ab. Die kurze Lüftzeit von wenigen Minuten verhindert hingegen in der kalten Jahreszeit, dass die Innenräume auskühlen. In arbeitstätigen Haushalten, in welchen die Wohnräume tagsüber leer stehen, reicht meist auch zweifaches Lüften aus.

Was auf jeden Fall vermieden werden soll? Ständiges Dauerlüften der Fenster, z.B. in Kippstellung. Dadurch wird Energie vergeudet. Die Luft wird nur Ansatzweise ausgetauscht und Möbel und Wände kühlen stark ab, was wieder zu Folgeschäden führen kann.

Wer die Feuchtigkeitswerte genau kontrollieren möchte, dem stehen einfache Hilfsmittel zur Verfügung. Beim Lüften gibt zum Beispiel der Beschlag an den Fenstern Auskunft: trocknet dieser während dem Lüften ab, wurde ausreichend gelüftet. Noch genauer gibt ein Hygrometer Auskunft über die Luftfeuchtigkeit. Dieses kleine Instrument misst den genauen Wert des Wasserdampfgehaltes in der Luft.

Ein noch besserer Garant sind technische Hilfsmittel. Lüftungssysteme übernehmen den Luftaustausch durch kontrollierte mechanische Lüftung. Sie führen die Luftfeuchtigkeit der Innenräume ab und bringen weitere Vorteile mit sich: verlorengegangene Wärme wird bei aktuellen Geräten dank eines Wärmetauschers wiedergewonnen, die Luft von Feinstaub, Bakterien und Pollen gefiltert. Die eigene Lebensqualität dankt!